Gemeindeheimat- und Schützenbund Jüchen
Gemeindeheimat- und Schützenbund Jüchen

Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V.

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Chronik Spielverein 1950-1990

Seniorenbereich

Gleich in der ersten Spielsaison nach dem Zusammenschluss konnte die erste Mannschaft einen schönen Erfolg melden. Der Aufstieg in die 1. Kreisklasse wurde geschafft. Diese Klassenzugehörigkeit hielt jedoch nicht lange an. Bereits nach zwei Jahren musste man zurück in die 2. Kreisklasse. Dies änderte aber nichts an der Tatsache, dass in Holz munter weiter Fußball gespielt wurde. In den weiteren Jahren rückte aus der Jugend so mancher gute Spieler nach und 1958 hatte man wieder eine gute Mannschaft beieinander. Diese konnte 1959 im DFB-Pokal so gute und bekannte Mannschaften wie FC Orken, Odenkirchen 05/07 und TuS Grevenbroich ausschalten. 1960/61 schaffte sie den Aufstieg in die 1. Kreisklasse.

 

Für die Betreuung dieser erfolgreichen Mannschaft zeichnete Peter Mostert verantwortlich.

Diese Mannschaft stand 1963 kurz vor dem Aufstieg in die Bezirksklasse. Im Endspurt um die letzen Punkte fehlte jedoch Nervenkraft und Konzentration.

 

In der Spielsaison 1966/67 konnte der damalige Jugendleiter Peter Esser, welcher zu vielen namhaften Vereinen und Fußballgrößen persönlichen oder brieflichen Kontakt hatte, ein Freundschaftsspiel gegen die erste Lizenzmannschaft von Borussia Mönchengladbach organisieren.

 

Hans Mostert, als zuständiger Mann für den Spielbetrieb, verstärkte seine Mannschaft mit Spielern aus den Nachbarorten. Trotzdem war sportlich gegen eine so gute Mannschaft nichts auszurichten, jedoch der Kassierer und die Zuschauer waren voll zufrieden. Einen riesigen Lacherfolg erzielte der damalige Mittelstürmer von Borussia Mönchengladbach, Peter Meier, als es ihm gelang, einen Ball nicht nur übers Tor zu schießen, nein, dieser überflog auch noch das Mühlengebäude, welches weit hinter dem Tor steht.

Etwa bis 1970 konnte man in der 1. Kreisklasse gut mithalten. Aber dann zeigte sich, dass in einem so kleinen Ort wie Holz die Spielerdecke sehr klein ist und Jugendliche rückten nur noch spärlich nach. So ist es erklärlich, dass 1972 der erneute Abstieg aus der 1. Kreisklasse erfolgte. Im Jubiläumsjahr 1975 stellte sich sogar der Abstieg in die 3. Kreisklasse ein.

 

Trotz Abstieg organisierte der Vorstand für das Jubiläumsjahr eine Sportwoche. Diese fand am 29. Mai bis 8. Juni auf dem Sportplatz an der Mühle statt. Knüller dieser Sportwoche war natürlich, dass es dem Präsidenten Hartmut Schmitz gelungen war, gleich im Jahr der kom­munalen Neugliederung alle Fußballvereine der neuen Gemeinde Jüchen zu einer Gemeindemeisterschaft nach Holz einzuladen.

 

Die Schirmherrschaft hatten Bürgermeister Peter Giesen und Hans Diekmann übernommen. Da die Gemeinde Hochneukirch schon zu diesem Zeitpunkt als aufgelöst galt und die neue Gemeinde Jüchen noch keinen Gemeindedirektor gewählte hatte, musste der Gastgeber den Schirmherrn wie folgt beschrieben vorstellen: Schirmherr Hans Diekmann – Beauftragter für die Aufgaben des Gemeindedirektors.

 

Das Eröffnungsspiel Hochneukirch gegen Otzenrath wurde vom stellvertretenden Bürgermei­ster Wilhelm Dürselen angestoßen. Das ZDF-Torwandschießen wurde vom Schirmherrn Hans Diekmann persönlich eröffnet.

 

Im Endspiel standen sich nun die Mannschaften von Jüchen und Holz gegenüber. Hier sorgten die Fußballer von Holz für einen weiteren Knüller. Sie konnten Jüchen mit 3 : 0 klar bezwingen. Die Schirmherren Bürgermeister Peter Giesen und Hans Diekmann nahmen die Siegerehrung vor.

 

Im Rahmenprogramm der Sportwoche konnte die Traditionsmannschaft vom SV Holz ein 3 : 3 gegen die spielstarke AH vom SV Worringen erzielen. Ein Blitzturnier der AH-Mannschaften aus dem Gemeindegebiet Jüchen wurde von Hochneukirch gewonnen.

 

Im Jahre 1976 wurde in Holz über eine gemeinsame Arbeit mit dem VfB Hochneukirch laut nachgedacht. Präsident Hartmut Schmitz hatte auch bereits mit dem Vorsitzenden Willi Schurff von Hochneukirch Vorgespräche geführt. Eine Vollversammlung pfiff jedoch dieses Vorhaben zurück. Die Presse hatte bereits schon voreilig berichtet.

 

Im Jahre 1977 gelang es wieder in die 2. Kreisklasse aufzusteigen. Hans Mostert, der viele Jahre für die Betreuung der Fußballmannschaften zuständig war, sah seine mühevolle Arbeit bestätigt.

Mit ihm freuten sich die 13-15 Stammspieler, die von den erfahrenen Spielern Gottfried Kirchrath, Josef Bulik und Dieter Jagdfeld geführt wurden.

 

Die Freude hielt jedoch nicht lange an. Bereits nach einjähriger Zugehörigkeit zur 2. Kreis­klasse mußte der Weg in die 3. Kreisklasse wieder angetreten werden. Trotz vieler Mühe konnte kein erneuter Aufstieg mehr geschafft werden.

 

Im Jahre 1982 war man noch einmal ganz kurz daran. Der erste Tabellenplatz wurde ganz knapp verpasst. In der anschließenden Aufsstiegsrunde langte es auch nicht. Es war einfach nicht mehr drin, wie Sportler so schön sagen.

 

1983 konnte man jedoch nochmals für eine Überraschung sorgen. Man errang zum zweiten Male die Fußballgemeindemeisterschaft. Spieler sowie Obmann Karl-Heinz Ehms waren wohl selbst überrascht und freuten sich deshalb riesig. Eine Siegesfeier mit Umzug (Traktor und Hänger) durch Holz und Hochneukirch war fällig.

 

Die Meisterschafts-Spielsaison 1983/84 im Fußballkreis 4 Mönchengladbach-Viersen ließ schon bei Meldung der Mannschaft auf eine schwierige Saison schließen, da der Spielerkreis für eine Mannschaft sehr klein war. Leider trat das ein, was man unbedingt vermeiden woll­te. Zu der dünnen Spielerdecke kamen Ausfälle, bedingt durch berufliche Erfordernisse und Verletzungen bei einigen Spielern. Weitere Ausfälle, bedingt durch Spielsperren wegen unsportlichem Verhalten konnten auf Dauer nicht verkraftet oder durch Auffüllen von Spie­lern aus der Alten Herren Mannschaft kompensiert werden. Der Vorstand und die sportliche Leitung der Fußballabteilung setzten sich zusammen, analysierten die Situation und kamen zu dem Entschluss, dass eine Weiterführung unter diesen Bedingungen nicht vertretbar ist. Man zog daher die Mannschaft im Februar 1984 während der Saison vom Spielbetrieb zurück.

 

Im Herbst 1984 liefen Bestrebungen im Dorf, wieder aktiven Fußballsport auf die Beine zu stellen. Anfang 1985 schienen diese Bestrebungen und Bemühungen zweigleisig und nicht im Sinne des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. zu laufen. Präsident Hartmut Schmitz sah sich gezwungen in diese Entwicklung einzugreifen. Bei einer Vorstandssitzung im März 1985 versuchte er mit seinen Vorstandskollegen und den verantwortlichen Kollegen in der sportli­chen Leitung die Lage zu analysieren. Für Mitte Mai 1985 wurde eine Aussprache zwischen Vorstand, Leitung und Betreuung der Fußballabteilung sowie alle für den aktiven Fußball in Frage kommenden Fußballer, eingeladen. Heftig wurde diskutiert und Argumente für und wider gegen einen neuen aktiven Senioren-Fußball ausgetauscht. Hier konnte letztlich Dieter Jagdfeld mit einem klaren Konzept für einen neuen Start sich durchsetzen und erhielt den Auf­trag den Spielbetrieb aufzubauen. Für diese zeitintensive Aufgabe konnte er im sportlichen Bereich die Mitarbeit von Manfred Dederichs gewinnen und für die Koordination zwischen Mannschaft, Geschäftsführung und Vorstand, Egon Jansen. Als Geschäftsführer arbeitete Nor­bert Dederichs.

 

Durch intensive Arbeit im sportlichen Bereich, wie auch bei der Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Vereins , konnten schon schnell Fortschritte in Richtung Spielbetrieb erzielt wer­den. Die erste Bewährungsprobe im organisatorischen Bereich stellte sich schnell ein. Im Rahmen der 50 Jahrfeierlichkeiten des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. bekam die Fußballabteilung die Ausrichtung der Fußballgemeindemeisterschaft übertragen. Die Sportabteilung organisierte eine Sportwoche vom 2. – 7. Juni 1985 auf dem Sportplatz in Hoch­neukirch, jedoch ohne eine eigene Mannschaft. Diese Sportwoche wurde ein voller Erfolg und brachte auch neue interessierte Fußballer für den Aufbau neuer Senioren-Mannschaften. An den Meisterschaftsspielen im Fußballkreis 4 Mönchengladbach-Viersen nahm für die Saison 11985/86 wieder eine Mannschaft teil.

 

Die Spielsaison 1987/88 bescherte der Fußballabteilung einen schönen Erfolg. Die 1. Mann­schaft wurde mit 6 Punkten Vorsprung Tabellenerster und schaffte damit den Aufstieg in die Kreisliga B. Auch die 2. Senioren-Mannschaft konnte in der Meisterschaftsrunde einen Platz im ersten Drittel der Tabelle belegen. Eine schöne Bestätigung für die sehr engagiert arbeitenden Mannen Dieter Jagdfeld und Manfred Dederichs mit Umfeld. Leider zeigte sich sehr schnell, dass die nächste Spielsaison in der Kreisliga B nicht nur erhöhte Anforderungen an das sportliche Vermögen der Spieler stellte, sondern auch Begehrlichkeiten seitens der Spieler und der Wettbewerber, wie leider auch im Umfeld des Vereins. Spielerabwanderungen brachten Probleme für den Spielbetrieb, wozu sich noch weitere Probleme in der Betreuung und des Umfeldes hinzugesellten, veranlassten den Vorstand für die Spielsaison 1989/90 keine Mannschaft zu melden. Man musste einsehen, dass für ein Dorf wie Holz mit etwas mehr als 500 Einwohnern das Spielermaterial aus dem Dorf nicht verfügbar ist. Einzige Alternative, externe Spieler anwerben, was bereits im Amateursport schon sehr kostenintensiv ist. Hier sah der Vorstand keine Möglichkeit und war sich wohl auch klar, dass für längere Zeit, wenn nicht für immer, der Fußballsport in Holz nicht mehr möglich ist.

 

Jugendabteilung

Die Jugendabteilung wurde nach dem Kriege von Werner Dederichs, Heinz Budzinsky, Hans Mostert und Peter Esser geführt. Überwiegend beteiligte der Verein sich mit zwei Jugendmannschaften an den Punktspielen.

1967 organisierte der damalige Jugendleiter Peter Esser einen mehrtägigen Ausflug an die Bergstraße. Höhepunkt dieser Fahrt war ein Besuch im Hause Sepp Herberger. Dort gab es Kakao und Kuchen und der Altbundestrainer erzählte aus seiner Trainertätigkeit als Bundestrainer.

 

Von diesem Erlebnis war die Holzer Fußballjugend sehr lange begeistert und man erzählte noch lange von diesem Besuch. Aber auch in der Jugendabteilung wurde es immer schwieri­ger, aufgrund der dünnen Spielerdecke Mannschaften zu bilden. 1969 musste man gar den Spielbetrieb einstellen.

 

1976 drängte der Fußballverband den SV Holz die Jugendarbeit wieder aufzunehmen. Da man aber nicht genügend Jugendspieler zur Verfügung hatte, steuerte man eine Zusam­menarbeit mit dem VfB Hochneukirch an und brachte in diese Zusammenarbeit ca. 12 Jugendliche unterschiedlicher Altersstufen ein. Holz übernahm zudem die Betreuung einer C-Jugendmannschaft. Diese Zusammenarbeit überlebte allerdings nur 1,5 Jahre und Holz war wieder ohne Jugendmannschaften.

 

Erst im Jahre 1980 wurde man wieder aktiv. Die ehemaligen Seniorenspieler Gottfried Kirchrath und Hartmut Schmitz stellten eine Mannschaft zusammen. Diese nahm dann auch 1981 den Spielbetrieb auf. Die Betreuung übernahm Dieter Jagdfeld mit Norbert Schnei­ders. 1983 wurde Jürgen Peters von der Generalversammlung zum Jugendleiter gewählt. Er betreute dann selbst eine C-Jugend.

 

“Für die Spielsaison 1984/85 wurden zwei Mannschaften dem Fußballkreis Mönchenglad­bach-Viersen für die Meisterschaftsrunde gemeldet. Eine B-Jugend- und eine C-Jugend- mannschaft als Spielgemeinschaft mit Otzenrath. Jürgen Peters und Hans Fischer betreuen diese beiden Mannschaften.

 

1985 wurde von der Jugendabteilung die Gemeindemeisterschaften für C-Junioren ausge­richtet. Die von Jürgen Peters betreute C-Junioren-Mannschaft Holz/Otzenrath (Meldung beim Fußballverband unter Holz) konnte mit 5 : 1 Punkten und 6 : 2 Toren die Gemeindemeisterschaft erringen. In der Siegermannschaft spielten folgende C-Jugend-Spieler: Frank und Ralf Coumans, Erik Treppner, Cengiz Sadiklar, Volker Fischer, Christoph Müller, Dirk Winkler, Frank Jagdfeld, Uwe Herzogenrath, Axel Müschen, Dirk Dicken, Oliver Jansen, Marcel Abels, Murat Saytürlc.

 

In der Spielsaison 1985/86 spielten in der Spielgemeinschaft Holz/Otzenrath jeweils eine B- und C-Junioren-Mannschaft. 1986 richtete die Jugendabteilung des S.V. Holz die Gemein­demeisterschaften für die A-, B- und C-Junioren aus. Die B-Junioren Holz verpassten bei Punktgleichheit und bei nur einem Tor Rückstand die Gemeindemeisterschaft und mussten sich mit Platz 2 begnügen und dem ewigen Rivalen Hochneukirch den Vortritt lassen.

 

1987 kandidierte Jürgen Peters nicht mehr als Jugendobmann, er wolle sich nur noch als Schiedsrichter im sportlichen Bereich betätigen. Sein Nachfolger wurde Hans Fischer.

Leider zeichnete sich auch in Holz der allgemeine Trend im Jugendfußball ab. Jugendspieler für die Bereiche A- und B-Junioren werden immer weniger und jüngere Jahrgänge wachsen nicht nach. So war es für Hans Fischer schwer weiter aktiven Jugendfußball zu betreiben. Mit Ende der Spielsaison 1987/88 kam dann das aus.

 

AH-Mannschaft

Eine AH-Mannschaft wurde 1950 gegründet. In den 60er Jahren spielte diese AH-Mannschaft sehr erfolgreich gegen so bekannte Vereine wie 1. FC Köln, Köln-Zollstock, Bonn-Dransdorf. Auch bei den jährlich durchgeführten Turnieren der Rheinischen Post konnte man schöne Erfolge erzielen.

Die AH-Mannschaft führte sowohl im sportlichen wie auch im wirtschaftlichen Bereich ein Eigenleben, wobei die sportlichen Belange im Senioren-Bereich unterstützt wurden. Die guten sportlichen wie auch kameradschaftlichen Kontakte zu vielen AH-Mannschaften im engeren und weiteren Umfeld von Holz wurden sehr intensiv gepflegt und brachten immer wieder gute Wettkampfspiele und kameradschaftliche Begegnungen. Zahlreiche Fußballtur­niere wurden selbst veranstaltet und an Turnieren bei befreundeten Mannschaften nahm man jeweils mit großem Erfolg teil.

 

1985 im Jubiläumsjahr des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. feierte die AH-Mann­schaft mit einem großen AH-Turnier ihr 35jähriges Bestehen. Die Turnierspiele fanden auf der Sportanlage in Hochneukirch mit vielen Zusatzaktivitäten außerhalb des Spielfeldes statt. Die Jubiläumsfeier mit Ehrung der Turniersieger fand im Vereinslokal der AH-Mannschaft Wulfert statt. Was im Junioren- wie auch im Seniorenbereich nicht abgewendet werden konnte, stellte sich zeitversetzt auch in der AH-Mannschaft ein. Es fehlten aktive Spieler, so musste man den Spielbetrieb 1995 schweren Herzens einstellen. Einige AH-Fußballer, die stets mit dem Herzen bei der Sache waren und nicht auf das kameradschaftliche Miteinander verzichten wollten, treffen sich fortan in regelmäßigem Turnus beim Kegelsport. Hierzu gehört auch ein jährlicher Ausflug

 

Chronik Bürgerverein 1922-2000

Leider sind wir nicht im Besitz von Büchern oder Protokollunterlagen, so dass uns exakte Daten und Namen aus der Gründerzeit fehlen. Wir müssen uns deshalb auf Aussagen der Mitglieder, welche die Gründung noch miterlebt haben, stützen. Ferner gibt das Königssilber, welches noch gut erhalten ist und die Königsfolge von 1922 an lückenlos nachweist, Auskunft. Die nachfolgenden Aufzeichnungen können aus vorgenannten Gründen nicht vollständig sein. Man möge dies bei einer kritischen Betrachtung berücksichtigen.

Bürgerverein von 1922 – 1950
In den Jahren 1921/22 kam es zur Gründung des Bürgervereins Holz. Zu den Männern der ersten Stunde und damit zu den Gründern gehörten u.a. Andreas Peiffer, Johannes Müschen, Hubert Mostert, Peter Romboy, Peter Reinartz, Johann Mehl, Josef Roeben und Peter Roeben. Andreas Peiffer wurde zum 1. Vorsitzenden, Johannes Müschen zum Schriftführer und Peter Reinartz zum Kassierer unserer Vereinsgeschichte. Die Gaststätte Paulussen wurde zum Vereinslokal bestimmt, dort war es in ununterbrochener Folge bis 1977.

Die erste Arbeit des gewählten Vorstandes war die, das erste Schützenfest für den Verein und für die Bewohner des Ortes zu organisieren und durchzuführen. Es wurde 1922 durchgeführt. Damaliger König und somit erster König unserer Vereinsgeschichte war Hubert Mostert.

Wie der König ermittelt wurde ist nicht bekannt. Heute wird er durch Scheibenschießen ermittelt. König ist, wer mit drei Schuß die höchste Ringzahl erreicht hat. Gibt es mehrere Bewerber mit der gleichen Ringzahl, so kommt es zu einem Ausscheidungskampf.

Die Schützenfeste wurden sodann jedes Jahr am ersten Sonntag im September durchgeführt und erstreckten sich über vier Tage. Samstags wurde das Fest mit Böllerschüssen eingeleitet, abends wurde im Festzelt der Eröffnungsball veranstaltet. Sonntags fand am frühen Nachmit­tag der Festzug statt und abends im Zelt ein großer Familienabend. Montags ab 10.00 Uhr Klompenball, um 20.00 Uhr fand das Schützen lest mit dem Königsball seinen Höhepunkt. Dienstag nachmittags Kinderbelustigung, anschließend Schubkarrenrennen für die Damen. Der Nachmittag wurde mit dem Hahnenköppen zwecks Ermittlung des Hahnenkönigs abge­schlossen. Dienstagabend klang das Fest mit dem Hahnenkönigsball aus.

Die Schützenfeste fanden stets unter großer Beteiligung der Bevölkerung statt. Zu den Festzügen spielte das ortseigene Tambourcorps mit ca. 15 bis 20 Mann auf. Die einzelnen Züge marschierten ausschließlich als Jägerzüge in vereinseigenen Uniformen. Schulkinder wurden von Lehrer Jost als Teilgruppen eingeteilt und eingekleidet. Lehrer Jost war es auch, der das Holzer Lied schrieb. Er fühlte sich dem Ort Holz sehr verbunden und förderte das Vereinsleben intensiv.

Zusätzlich zu dem Schützenfest wurde jedes Jahr an den Pfingsttagen eine Frühkirmes veranstaltet.

Im Jahre 1926 wurde eine Vereinsfahne angeschafft und an den Schützenfesttagen eingeweiht. Die Vereinsfahne wurde von diesem Tage an von Willi Bolder zu alle Vereinsanlässen getragen. Er übte das Amt als Fahnenträger bis ins hohe Alter aus. Die Vereinsfahne war somit fast 35 Jahre in seiner Obhut. Für ihn war es weit mehr als ein Posten oder Amt. Es war ihm eine Ehre die Vereinsfahne zu allen Vereinsanlässen zu tragen. Nur so ist es erklärlich, dass die Fahne die Kriegsjahre überlebte und somit heute noch zu allen Vereinsanlässen mitgefühlt werden kann.

Auch das Königssilber befand sich stets in guten Händen. Es ist deshalb vollständig vorhanden und einziger Überlieferer der Königsfolge von 1922 an.

Das letzte Schützenfest vor dem Kriege fand 1939 statt. Es musste schon bei teilweiser Verdunkelung gefeiert werden.

Hier die Königsfolge von 1922 bis 1939:

1922 – Hubert Mostert

1923 – Peter Bolder

1924 – Peter Bolder

1925 – Werner Dederichs

1926 – Wilhelm Dresen

1927 – Josef Zimmermann

1928 – Hubert Mostert

1929 – Emil Lemke

1930 – Emil Lemke

1931 – Johann Reinartz

1932 – wegen der großen Arbeitslosigkeit kein König

1933 – Josef Roeben

1934 – August Langen

1935 – Peter Maassen

1936 – August Müschen

1937 – Peter Romboy

1938 – Willi Bolder

1939 – Johann Dolfen

Von 1940 bis 1949 fanden wegen der Kriegs- bzw. Nachkriegsjahre keine Schützenfeste statt

 

Spielverein von 1925 – 1950

Fußball wurde in Holz jedoch schon seit 1908 gespielt. Man spielte im Arbeitersport. Mehre­re Anträge an den Westdeutschen Fußballverband um Mitgliedschaft wurden immer wieder abgelehnt. Dies sollte sich erst 1925 ändern. Zu diesem Zeitpunkt wurde nach Holz ein junger Lehrer versetzt, welcher Gefallen am Fußballsport hatte. Nach wenigen Wochen seit seiner ersten Tätigkeit in Holz kümmerte er sich bereits um den Holzer Fußballsport. Seinem Antrag um Aufnahme in den Westdeutschen Fußballverband wurde stattgegeben, jedoch mußten Bedingungen erfüllt werden. Eine war die Auflösung des bestehenden Vereines.

Bei einer außerordentlichen Versammlung beschloss man die geforderte Auflösung und gründete den Spielverein 1925 Holz. Herr Lehrer Klingen übernahm den Vorsitz und arbeite­te bis zu seiner Versetzung nach Brüggen im Vorstand.

Etwa um 1928 kriselte es im Holzer Fußballsport. Man versuchte deshalb mit Hochneukirch einen gemeinsamen Spielbetrieb durchzuführen. Dies klappte auch, jedoch traf man eine Vereinbarung, wonach stets 6 Spieler aus Hochneukirch und 5 Spieler aus Holz in den Mannschaften spielen sollten. Dies war natürlich gegen jeden sportlichen Verstand. Auch die geschlossene Ehe mit Hochneukirch war nicht von 1angem Beststand. Man trennte sich wieder. In Holz fehlte es jedoch an Spielermaterial. So kam es, dass der Spielbetrieb ruhend gemeldet werden musste. Dies geschah etwa um 1932/33. Den Spielbetrieb nahm man erst nach dem 2. Weltkrieg wieder auf. Ab Herbst 1945 spielte man im Kreis 5 – Grevenbroich. Dies wurde jedoch 1948 geändert. Von da an spielte Holz im Kreis 4 – Mönchengladbach-Rheydt-Viersen.

Der Spielverein ergriff auch in den ersten Nachkriegsjahren die Initiative auf dem Gebiete Kirmesfeierlichkeiten. Bereits 1946 feierte man 4 Tage Kirmes. Hierzu wurde auf dem Schulhof ein Tanzboden gelegt und man feierte vier Tage unter freiem Himmel. Jedoch fanden diese Feste jeweils ohne König und ohne Schützenzüge statt.

Durch diese Aktivitäten brachte sich der Spielverein in eine gewisse Rivalität zum Bürger­verein. Da der Spielverein durch den Fußballsport jedoch die Jugend auf seiner Seite hatte, war es sehr schwer für den Bürgerverein wieder Schützenfeste durchzuführen.

 

Zusammenschluss von Spiel- und Bürgerverein   im Jahre 1950

Im Jahre 1949 setzten sich besonnene Männer beider Vereine an einen Tisch um zu beraten, wie man fortan in Holz gemeinsam zusammenarbeiten kann. Nach vielen Beratungen und harten Auseinandersetzungen beschloss man beide Vereine zusammenzulegen.

Auf einer Gründungsversammlung im Jahre 1950 prallten nochmals alle Argumente für und gegen den Zusammenschluss hart aufeinander. Letztlich konnte doch durch eine Abstimmung eine breite Basis für den Zusammenschluss gefunden werden. Wie die Zeit im Nachhinein bewiesen hat, war dies sicherlich für beide Vereine der einzig mögliche Schritt zum Überle­ben überhaupt. Wie verbissen und hart um und gegen diesen Zusammenschluss gekämpft wurde, zeigt die Namensgebung nach dem Zusammenschluss Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz. (Die Eintragung ins Vereinsregister wurde erst im Jahre 1982 beantragt.)

Dem neu gewählten Vorstand gehörten u.a. Gerhard Stechmann, Andreas Peiffer, Josef Roeben, Heinrich Esser, Heinrich Franken, Johann Mehl, August Kremer und Johann Dolfen an. Zum Präsidenten wurde Andreas Peiffer gewählt. Die Geschäftsführung für den Bereich Spielverein wurde Heinrich Esser und für den Bereich Bürgerverein Josef Roeben übertragen.

 

Bürgerverein von 1950 – 2000

Im Jahre 1950 konnte nun auch wieder ein Schützenfest veranstaltet werden. Schützenkönig war Gerhard Stechmann.

In den ersten Jahren nach der Wiederbelebung der Schützenfeste hielt man noch an der Festfolge der Vorkriegszeit fest. Mit der fortschreitenden Zeit zwangen wirtschaftliche und organisatorische Gründe zu Änderungen. Diese waren u.a. keine Frühkirmes mehr an den Pfingsttagen. Das Schützenfest wurde, nachdem es schon 1936 einmal vorverlegt worden war, erneut auf einen früheren Termin verlegt.

Man feiert nun am zweiten Wochenende im August jeden Jahres das Schützenfest. Auch am Programmablauf der einzelnen Schützenfesttage mussten Änderungen vorgenommen werden.

Das Hahnenköppen, welches zur Ermittlung des Hahnenkönigs dienstags auf dem Kapellen­platz stattfand, wurde aus dem Programm gestrichen. Dadurch entfiel auch am Dienstagabend der Hahnenkönigsball.

Das Programm sah nun wie folgt beschrieben aus: Samstag Umzug am frühen Nachmittag mit Setzen der Ehrenmaien. Hierzu gestaltet nun seit 1953 in ununterbrochener Folge das Tambour-Korps Hochneukirch die Marschmusik. Anschließend Toten- und Gefallenenehrung auf dem Friedhof in Holz. Ab 20.00 Uhr im Festzelt Tanzvergnügen. Sonntag 9.45 Uhr Festgottesdienst auf dem Kapellenplatz unter freiem Himmel. Anschließend Frühschoppen im Festzelt. Nachmittags um 15.00 Uhr Historischer Festzug, ab 19.00 Uhr Tanzvergnügen im Festzelt. Montags ab 11.00 Uhr Klompenball bis in die späten Abendstunden. Dienstags am frühen Nachmittag Königsschießen auf einen Königsvogel (meistens aus Holz). Ab 20.00 Uhr Königsball mit Königskrönung. Das Böllerschießen zur Festeröffnung mittels sogenannter Katzeköpp musste aus Sicherheitsgründen 1952 eingestellt werden. Für diese Zeremonie zeichneten jahrelang die Mitglieder Josef Hurtz sen. und der Schmiedemeister Carl Schmitz verantwortlich. Speziell angefertigte Stahlgefäße (Katzeköpp genannt) wurden mit Schieß­pulver gefüllt und dieses wurde mit einer glühenden Eisenstange zur Explosion gebracht. Jedes Mal ein fürchterlicher Knall.

 

Auch innerhalb des Vorstandes ergaben sich Änderungen. So z.B. übernahm Erich Schmitz, nachdem er schon dem Verein als Schrift- und Geschäftsführer gedient hatte, das Amt des Präsidenten. Während seiner Amtszeit wurde Josef Roeben, der dem Verein seit der Gründung angehörte, zum Ehrenpräsidenten ernannt. Bei einer Vereinsfeier empfingen mehrere Mitglie­der aus der Hand des Ehrenpräsidenten die goldene bzw. silberne Ehrennadel des Vereins. Josef Roeben versah das Amt des Ehrenpräsidenten bis zu seinem Tode mit großer Sorgfalt.

 

Im Jahre 1959 kandidierte Erich Schmitz aus persönlichen Gründen nicht mehr für das Amt des Präsidenten. Man wählte sodann Gerhard Stechmann zu seinem Nachfolger.

 

1960 entschloss man sich, nachdem einige Gottesdienste unter freiem Himmel aufgrund heftiger Regenschauer nicht zu Ende geführt werden konnten, den Gottesdienst fortan im Festzelt zu gestalten.

1965 fand sich ein Ersatz für das Böllerschießen mittels Katzeköpp. Auf Vermittlung und Initiative der Familie Hans Schüller schloss sich dem Holzer Schützenregiment ein Artillerie­zug an. Gründer und gute Seelen dieses Zuges waren und sind die Kameraden Hermann Josef und Wilbert Schüller. Diese waren im Besitz einer Kanone und hatten auch die erforderlichen Prüfungen und Erlaubnisbescheinigungen, um mit diesem Gerät schießen zu dürfen. Eine Bereicherung für das Holzer Schützenregiment und -fest war somit gewonnen.

1965 wurde am Schützenfestdienstag zum ersten Male Erbsensuppe für die Holzer Schützen­garnison gekocht. Heini Mostert zeichnet von diesem Zeitpunkt an jährlich für ein gutes und schmackhaftes Gelingen verantwortlich. Im Verlaufe der Jahre wurden ihm mit Heinz Dederichs und Heinz Mostert zwei gute und zuverlässige Gehilfen zur Seite gestellt. Ab 1967 konnte die Erbsensuppe jeweils dienstags in der Metzgerei Theo Schmitz in Hochneukirch zubereitet werden. Metzgermeister Schmitz stellt nicht nur Räume und Geräte für die Zube­reitung zur Verfügung, nein er hat stets ein wachendes Auge auf alles was mit der Zubereitung der Suppe zu tun hat. Kurzum es geschieht nichts ohne sein Wissen und seine Zustimmung. Das Holzer Schützenregiment wünscht, dass diese Mannschaft noch recht lange eine schmackhafte Erbsensuppe kocht.

Am Schützenfestsonntag 1966 wurde die Holzer Bevölkerung nicht nur vom Tambour-Korps Hochneukirch geweckt, sondern zum Erstaunen aller hörte man auch flotte und moderne Marschmusik. Diese wurde dargeboten von einer stattlichen Anzahl junger Musiker aus Hochneukirch. Im Jahre 1967 wurde aus diesem Kreis der heutige Musikverein Hochneukirch gegründet.

 

1970 wurde das Königsschießen am Schützenfestdienstag vom Programm gestrichen. Somit endete das jeweilige Schützenfest dienstags mit dem Königsball, jedoch ohne Königskrönung für das nächste Vereinsjahr. Der Schützenkönig wurde nun in den Herbstmonaten bei einer eigens hierfür geschaffenen Veranstaltung durch Scheibenschießen ermittelt. Gekrönt und ins Amt eingeführt wird er dann jeweils im April des darauffolgenden Jahres.

 

1972 konnte das Mitglied Josef Hurtz sen. mit seiner Frau Margarete das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Josef Hurtz war im Spiel- und Bürgerverein, bei den Bewohnern des Ortes Holz und bei allen Mitmenschen, welche einmal mit ihm Kontakt hatten, ein geachteter und sehr beliebter Mann. Dies lag wohl an seiner Hilfsbereitschaft und seinem ausgeglichenen Wesen.

 

Zeltverleiher Oellers hatte ihm versprochen: „Zu Deiner Goldenen Hochzeit errichte ich für Dich ein Festzelt“.

Die Familie Hurtz. in Zusammenarbeit mit der Vereinsführung des Spiel- und Bürgerverein, stellten nun ein Programm für das Wochenende, Samstag, den 16. und Sonntag, den 17. September 1972 zusammen. Der Zufall wollte es, dass im Jahre 1972 in Holz 50 Jahre Schüt­zenfest gefeiert werden konnte; deshalb auch ein Jubiläumsball mit Show-Programm. Mitten zwischen all den Besuchern saß die Festgesellschaft Hurtz und feierte Goldene Hochzeit.

 

Sonntags fand vormittags ein Frühschoppenkonzert statt und am Nachmittag wurde richtig Klompenball gefeiert.

 

Im Spätherbst 1972 kandidierte Gerhard Stechmann nicht mehr für das Amt des Präsidenten. An seine Stelle wählte man den 31jährigen Hartmut Schmitz.

 

Während einer Vereinsfeier am 12. Mai 1973 wurde Josef Hurtz sen. zum Ehrenmitglied des Spiel- und Bürgervereins 1925 Holz ernannt.

 

1974 – Die Gestaltung des Sonntagabend im Festzelt wurde immer problematischer. Die eigenen Mitglieder waren vom gesamten Tagesgeschehen dermaßen satt und müde, dass sie Sonntagabend nicht mehr ins Festzelt kamen. Der Besuch von auswärtigen Gästen ließ auch nach, so dass man eigentlich den Sonntagabend schon vom Programm streichen wollte.

 

Da bot 1974 das Königspaar Arnold und Astrid Schröders der Vereinsführung in dieser Angelegenheit ein Gespräch an. Sie machten den Vorschlag, das Sonntagabend-Programm durch einen Regimentsball mit Show-Programm neu zu beleben. Sie würden nicht nur die Idee beisteuern, sondern auch finanzielle Hilfe für die Programmzusammenstellung geben und beim Kartenvorverkauf ihre tatkräftige Mitarbeit zusichern. Nach mehreren Gesprächen auf Vorstandsebene und mit Künstleragenturen war man bereit dieses Projekt gemeinsam – sprich Königshaus und Vereinsführung – anzugehen. Es wurde ein toller Erfolg. Die gute Resonanz hält bis zum heutigen Tage (Jahr 2000) an.

 

Das Jahr 1975 stand ganz im Zeichen des 50jährigen Bestehens. Als Schirmherren für das Jubiläum konnten die Chefs von Rat und Verwaltung der Gemeinde Jüchen, Bürgermeister Peter Giesen und Gemeindedirektor Hans Diekmann, gewonnen werden. Das Schützenfest begann deshalb mit einem Festbankett. Rektor Jakob Willems hielt eine sehr eindrucksvolle Laudatio auf 50 Jahre Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz. Peter Giesen, erst seit wenigen Wochen Bürgermeister der neuen Gemeinde Jüchen, gratulierte und überbrachte die Glück­wünsche für Rat und Verwaltung der Gemeinde. Heinz Effertz, Technischer Obmann des Fußballkreises 4 – Mönchengladbach-Viersen – gratulierte für den Fußballverband Niederrhein und sogleich für den Kreis 4. Ferner überreichte er an Hans Mostert und Josef Leifgen die gol­dene Ehrennadel und an 12 weitere Mitglieder des Spiel- und Bürgervereins 1925 Holz die silberne Ehrennadeln des Fußball Verbandes Niederrhein e.V.. Präsident Hartmut Schmitz ehrte 16 Vereinsmitglieder für 50jährige Vereinstreue mit der goldenen Vereinsmedaille und weitere 44 Mitglieder wurden mit der silbernen Medaille für 25jährige Mitgliedschaft geehrt. Kurz vor dem Ende des Festbankettes ehrte Geschäftsführer Hans Mostert, im Auftrage des geschäftsführenden Vorstandes, Hartmut Schmitz für intensive Vorstandsarbeit und über­reichte ihm die goldene Vereinsnadel. (Auch die Sparte Spielverein hatte ihre JubiläumsVer­anstaltung, davon jedoch später näheres.)

 

1976 wurde zu Beginn des Holzer Schützenfestes am Kapellenplatz ein Kriegerdenkmal zu Ehren der Toten, Gefallenen und Vermißten der beiden Weltkriege eingeweiht. Für die Errichtung des Ehrenmales setzten sich einige junge Vereinsmitglieder besonders engagiert ein. Der Spiel- und Bürgerverein änderte nun sein Schützenfestprogramm und begann nun das Schützenfest mit einer Toten- und Gefallenenehrung am Kriegerdenkmal.

 

Der sonntägliche Regimentsball während des Schützenfestes 1976 fand großen Zuspruch und war von viel Prominenz besucht. Begrüßt werden konnte u.a. Bundes-Post- und Verkehrsmi­nister Kurt Gscheidle sowie die Bundestagsabgeordneten Willi Wimmer und Professor Dr. Laermann.

 

Im Herbst 1976 wurde das erste Regimentsschießen durchgeführt. Präsident Hartmut Schmitz stiftete für die beste Mannschaft einen Wanderpokal und der stellvertretende Präsident Jakob Mostert für den besten Einzelschützen eine Wanderplakette.

 

Bei den Mannschaften konnte sich die 1. Mannschaft der Schwarzen Husaren als erster Sieger auf dem Wanderpokal des Präsidenten verewigen und bei den Einzelschützen Heinz Wilms als erster Sieger auf der Wanderplakette des Vizepräsidenten eintragen.

 

Während des Schützenfestes 1977 konnte der Kassierer Josef Mertens auf 25jährige Tätigkeit als 1. Kassierer im Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz zurückblicken. Das Schützenregiment dankte für gute, sorgfältige und gewissenhafte Kassenführung und überreichte eine goldene Taschenuhr mit Widmung.

 

1978 konnte das Holzer Wahrzeichen, der Holzer Wasserturm, seinen 70. Geburtstag feiern. Rein zufällig wurde im gleichen Jahr vom Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz eine ortstypi­sche Fahne angeschafft, in deren Mittelpunkt der Holzer Wasserturm steht. Mittlerweile schmücken ca. 50 Exemplare dieser Fahne das Holzer Straßenbild an den Schützenfesttagen.

 

Am 4. März 1978 fand im Lokal Jägerhof in Holz eine Doppelveranstaltung statt. Es wurde das Königspaar Fritz und Christel Klos ins Amt eingeführt. In einer Feierstunde wurde die 25jährige Zusammenarbeit, Tambour-Korps Hochneukirch mit dem Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz, gewürdigt. Zu diesen beiden Veranstaltungen war viel Prominenz erschienen. Rat und Verwaltung waren durch Gemeindedirektor Diekmann und den stellvertretenden Bürger­meister Hensen vertreten. Selbst unser 79jähriges Ehrenmitglied Josef Hurtz sen. wohnte die­ser Feierstunde bei. Auch das Bundestagsmitglied Willi Wimmer gratulierte und wünschte weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Vereinen.

 

Während des Königsballes am Schützenfestdienstag 1978 wurde Jakob Mostert zum Ehrenmitglied ernannt.

1979 zum Frühschoppenkonzert während des Holzer Schützenfestes hatte der Spiel- und Bür­gerverein alle Bewohner des neuen Wohngebietes Sonnenweg/Am Fusseloch recht herzlich zum Kennenlernen eingeladen. Diese Einladung fand guten Zuspruch und wurde allgemein begrüßt. Auch Bürgermeister Giesen nutzte diese Gelegenheit, um mit diesen neu in Holz hin­zugezogenen Mitmenschen ein Gespräch zu führen.

Am 8. November 1980 wurde im kleinen Rahmen in der Gaststätte Wulfert das 55jährige Bestehen des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz gefeiert. Der Fußballobmann des Kreises 4 vom Fußballverband Niederrhein, Jakob Marx, überreichte an Josef Hoff, Heinz Kremer, Ludwig Mülfarth, Hans Evertz, Heinz Reinartz und Konrad Hurtz die goldene Ehrennadel des Fußball Verbandes Niederrhein und an 12 weitere Mitglieder die silberne Ehrennadel des Verbandes.

1981 wählte die Generalversammlung Josef Roebers zum 1. Kassierer, der Josef Mertens im Amt folgte, welcher nach 30jähriger Tätigkeit als Kassierer nicht mehr kandidierte.

Am 1. Februar 1982 genehmigte die Generalversammlung eine überarbeitete und an verschiedenen Stellen neu gefasste Satzung. Ferner wurde beschlossen, beim Amtsgericht den Antrag auf Eintragung ins Vereinsregister zu stellen. Diesem Antrag wurde entsprochen und der Verein nennt sich nun „Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V.“.

Am 7. April 1984 wurden während einer Feierstunde, die im Anschluss an die Krönungsfeier­lichkeiten stattfand, drei verdiente Mitglieder geehrt.

 

 

Hans Hoff wurde zum Ehrenhauptmann des Holzer Schützenregimentes, Josef Mertens zum Ehrenkassierer sowie Gerhard Stechmann zum Ehrenmitglied des Spiel- und Bürgerverein 1925 e.V. Holz ernannt.

 

Alle drei Mitglieder erhielten eine Ehrenurkunde und somit waren die Ernennungen offiziell besiegelt, da die Ernennungen schon zu einem früheren Zeitpunkt vorgenommen wurden.

 

Bei der Generalversammlung am 31. Oktober 1984 wählten die Mitglieder Heinz Wilms zum 1. Kassierer. Er rückte damit an die Stelle von Josef Roebers, der nicht mehr kandidierte.

 

Das Jahr 1985 stand ganz im Zeichen des 60jährigen Vereinsbestehens. Da auch die junge Großgemeinde Jüchen 1985 auf ein 10jähriges Bestehen zurückblicken konnte, befand Peter Giesen als 1. Bürgermeister der Gemeinde Jüchen, es wäre wünschenswert, wenn alle Bruderschaften, Bürger-, Schützen-, Heimat- und Dorfvereine mit einer Großveranstaltung, unter Beteiligung derselben, das Zusammenwachsen der Vereine und Bürger innerhalb des neuen Gemeindegebietes dokumentieren, festigen und weiterentwickeln würden. Dies war für Peter Giesen eine Herzensangelegenheit und wurde von ihm häufiger bei Vereinszusam­menkünften vorgetragen. Der Präsident des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. Hartmut Schmitz griff diese Idee auf und machte den Vorschlag, eine solche Veranstaltung mit den Feierlichkeiten anläßlich des 60jährigen Bestehens des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. zu kombinieren. Dies fand sowohl bei Peter Giesen, als auch bei den Vereinsvertretern Zustimmung. Nun galt es einen Termin und ein geeignetes Programm zu finden. In Abspra­che mit allen Beteiligten einigte man sich auf das Wochenende vom 26. – 28. April, wobei am 28. April um 15.00 Uhr sich alle Bruderschaften, Bürger-, Schützen-, Heimat- und Dorfverei­ne mit ihren Königspaaren im Holzer Festzelt einfinden sollten, um anschließend einen Fest­zug durch die Ortschaft Holz zu veranstalten. Nach dem Festzug waren Grußworte durch den Bürgermeister Peter Giesen und Gemeindedirektor Hans Diekmann vorgesehen, sowie ein Konzert durch das Pfarrjugendblasorchester St. Barbara Neuwerk. Fazit aller Beteiligten nach der Veranstaltung: „Eine gelungene runde Sache“.

 

Eine Kuriosität im Zusammenhang mit dieser gemeinsamen Veranstaltung war das Thema „Amtskette für den Bürgermeister der Gemeinde Jüchen“. Es war bekannt, dass Peter Giesen eine solche Kette für Repräsentationszwecke erforderlich hielt, der Rat der Gemeinde Jüchen sich aber mit der Bewilligung zur Anschaffung schwer tat. Hier schritten auf Vorschlag des Holzer Präsidenten die Bruderschaften, Bürger-, Schützen-, Heimat- und Dorfvereine zur Tat. Der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. stellte in seiner Festschrift Platz für die Darstel­lung der vorgenannten Vereine zur Verfügung, diese zahlten für die Druckkosten einen Anteil und übernahmen den Verkauf dieser Festschrift in ihren Ortschaften. Das mit dieser Aktion zusammengekommene Geld wurde der Gemeinde Jüchen übergeben mit der Bitte, eine Amts­kette für Repräsentationszwecke anzuschaffen. Die Kette wurde angeschafft und die Vereine konnten ca. 1/7 der Anschaffungskosten mit ihrer Aktion beisteuern.

 

Der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. gestaltete sein Jubiläumsprogramm an diesem besagten Wochenende wie folgt:

Freitag, 26. April ab 19.00 Uhr im Festzelt „Regimentsschiessen“

Samstag, 27. April ab 18.00 Uhr Festzug durch das Dorf mit Abholen des amtierenden Königspaares S. M. König Friedel I. und I.M. Königin Helga (Eheleute Evers) und das nachfolgende Königspaar (Eheleute Carl Heinz und Helga Reinartz) für die um 19.30 Uhr im Festzelt stattfindenden Krönungsfeierlichkeiten. Ab 20.00 Uhr spielte die in Holz zu diesem Zeitpunkt sehr beliebte holländische Tanzkapelle „SUNSET“ zum Jubiläumsball.

Sonntag ab 10.45 Uhr spielte der Musikverein Hochneukirch zum Frühschoppenkonzert im Festzelt und am Nachmittag nach dem offiziellen Teil der vorgeschriebenen Großveranstal­tung wurden die Gewinner aus der Jubiläumstombola ermittelt. Der erste Preis, eine Wochen­endreise für zwei Personen nach Paris, gewann das Vereinsmitglied Gottfried Jagdfeld. Die Fußballabteilung veranstaltete eine Jubiläumssportwoche vom 2. bis 7. Juni, worüber im Kapitel „Spielverein von 1950 bis 1990 berichtet wird.

 

Im Juli 1986 erhielt der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. ein Dankschreiben vom Orgelbauverein Hochneukirch, für die Mitarbeit und Unterstützung bei den Aktivitäten des Orgelbauvereines zur Erreichung des Gründungszieles, finanzielle Mittel zur Anschaffung einer komplett neuen Orgel für die Pfarrkirche St. Pantaleon Hochneukirch zu beschaffen.

Am 10. Mai 1987 fand das letzte Schützenfest in Garzweiler am alten Standort statt. (Umsied­lung bedingt durch den Braunkohletagebau). Der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. nahm mit einer Delegation, angeführt vom amtierenden Königspaar S.M. Karl-Heinz und I.M. Gerda (Eheleute Ehms) am Festzug teil. Der Präsident des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V., der 1987 auch stellvertretender Sprecher aller Bruder­schaften, Bürger-, Schützen-, Heimat- und Dorfvereine der Gemeinde Jüchen war, sprach im offiziellen Festteil, am Sonntagvormittag, für die genannten Vereine.

Im Oktober 1987 informierte Bürgermeister Peter Giesen den Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. per Schreiben, dass die Firma Rheinbraun den Aufschluß „Frimmersdorf West-West (Garzweiler II)“ beantragt habe. Der Vorstand des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. beschloß einen Ausschuß zu bilden, der sich mit der Thematik „Rheinbraun“ beschäftigen soll.

Am Schützenfestfreitag, 12. August 1988, organisierte und veranstaltete die Vereinsführung des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. für das Vorstandsmitglied Heinz Dederichs aus Anlaß seiner 25jährigen Vorstandsarbeit als Geschäftsführer für den Bereich Bürgerverein, aber auch zusätzlich als Regimentskommandeur des Holzer Schützenregimentes, einen Fest­abend. Das Festzelt war gut besucht durch die Holzer Vereinsmitglieder und Abordnungen befreundeter Vereine. Präsident Hartmut Schmitz hielt die Laudatio auf Heinz Dederichs und ließ dessen Stationen und Wirken im Holzer Vereinsleben Revue passieren. Zum Schluß seiner Laudatio faßte er zusammen: „Heinz Dederichs ist immer hilfsbereit, kameradschaft­lich und kollegial. Das Vereinsleben hat einen hohen Stellenwert in seinem Leben.“ Seine nun schon mehr als 15jährige persönliche Zusammenarbeit und Aufgabenteilung im Vorstand mit Heinz Dederichs brachte der Präsident auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Für die Büro­arbeit und Organisation der Präsident und für das handwerkliche der Geschäftsführer und Regimentskommandeur. Die Vereins- und Regimentsmitglieder dankten Heinz Dederichs für seine geleistete Arbeit und ließen durch den Präsidenten Hartmut Schmitz und General Johann Reinartz eine wertvolle Taschenuhr mit Gravur überreichen. Zum Abschluß der offiziellen Feier spielte der holländische Startrompeter Piet Knarren einige Stücke aus seinem Repertoire zu Ehren von Heinz Dederichs. Gefeiert wurde anschließend noch lange.

Bei der Generalversammlung am 29. Januar 1989 wählten die Mitglieder Hartmut Dürselen zum 1. Kassierer. Er rückte damit an die Stelle von Heinz Wilms, der nicht mehr kandidierte.

Dem Holzer Schützenfest stand erstmalig mit Heinz und Maria Wilms ein Kaiserpaar als Repräsentant vor. Beim Kaiserball am Schützenfestdienstag lobte der Präsident die Einstellung des Kaiserpaares bezüglich Holzer Schützenfeste und die Bereitschaft für dieses Fest auch die schönste und anstrengendste Aufgabe zu übernehmen und dies auch dann, wenn andere Bewerber nicht zur Verfügung stehen.

Im Jahre 1990 konnte der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. auf ein 65jähriges Beste­hen zurückblicken. Aufgrund eines Beschlusses der Generalversammlung sollte das 65jährige Bestehen in einem kleinen Rahmen gefeiert werden. Diese Feierlichkeiten sollten am Schützenfestsonntag, während des Frühschoppenkonzertes im Festzelt, mit ins Programm einfließen. Präsident Hartmut Schmitz ließ in einer sehr gestrafften Ansprache wesentliche Stationen aus 65 Jahren Spiel- und Bürgerverein Revue passieren und an die Mitglieder des Vereines gewandt formulierte er: „Wir wollen den Blick nach vorne richten und im Sinne unserer Väter die Geschicke des Vereines und Dorfes in die Hände nehmen und positiv gestalten. Nur durch Zusammenhalt werden wir den Anforderungen gerecht. Zum Thema Rheinbraun/Tagebau Garzweiler II wandte er sich an die anwesenden Vertreter der Gemeinde Jüchen, Bürgermeister Alois Holzner und dessen Stellvertreter Robert Stöckemann sowie an den Gemeindedirektor Hans Diekmann. Es wird sicher schwer und problematisch für die ca. 500 Seelen zählende Dorfgemeinschaft Holz werden, wenn der Tagebau Wirklichkeit werden sollte. Er bat eindringlich um deren Unterstützung, dass das Zusammenleben in Holz erhalten bleibt und um rasche, offene und ehrliche Informationen in der Angelegenheit Garzweiler II. In einem Grußwort erwiderte Bürgermeister Alois Holzner hierzu: „Wenn ein Verein in so eindrucksvoller Weise sein 65jähriges Bestehen feiern kann, dann beweist das zumindest zweierlei. Zum einen, dass es gelungen ist, über Generationen hinweg ebenso aktiv wie attraktiv zu bleiben und engagierte Mitarbeiter zu finden und zu halten. Auch bescheinigte Alois Holzner, dass der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. im sportlichen wie auch im gesellschaftlichen Leben über die Ortsgrenzen hinaus Anerkennung fand. Zum Thema Rheinbraun sagte er jede erdenkliche Hilfe durch Rat und Verwaltung der Gemeinde zu.

Im September 1990 nahm der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. angeführt vom amtie­renden Königspaar S. M. König Otto I. und I. M Königin Maria (Eheleute Reinartz) mit Ministerium, Vereinsvorstand, Regimentsführung mit einigen Schützenzügen an den Feier­lichkeiten anlässlich 100 Jahre Heimatverein Hochneukirch teil.

1991 feierte das Tambour-Korps Hochneukirch sein 85jähriges Bestehen. Der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. nahm angeführt vom amtierenden Schützenkönigspaar S. M. König Hartmut I. und I. M. Königin Anita (Eheleute Schmitz) und dessen stellvertre­tenden Präsidenten und Regimentskommandeur, Oberst Heinz Dederichs an den Jubiläumsfeierlichkeiten teil.

Am 1. Juni 1992 wurde bei einer Monats Versammlung ein Forderungskatalog bezüglich Garzweiler II verabschiedet und an die Gemeindeverwaltung Jüchen weitergeleitet zwecks Umsetzung und Beachtung. Weiterhin wurde beschlossen, dass der interne Vereinsausschuß Garzweiler II seine Arbeit und Aktivitäten darauf beschränkt, dass die Interessen des Vereins gewahrt bleiben und alle weiteren Aktivitäten mit dem im Ort gegründeten Verein „Ja zur Hei­mat Holz“ abstimmt, damit Holz in einer Sprache zu dieser heiklen Thematik spricht.

Am Christi Himmelfahrtstag 1993 fand auf Anregung des Roten Husaren Zuges Holz, erst­malig ein Dorffest statt und dies mit großem Anklang und Erfolg. Rasch war man sich einig, weitere sollen folgen.

Beim Holzer Schützenfest 1993 ehrte der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. das Tambour-Korps Hochneukirch für 40jährige Unterstützung des Holzer Vereinslebens. Präsident Hartmut Schmitz führte aus: „Immer dann, wenn der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. musikalische Unterstützung braucht, sind sie da, die Männer des Tambour-Korps Hochneukirch und das schon seit 40 Jahren.“ Eine lange Zeit, geprägt von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung mit der Willensstärke, sich gegenseitig zu unterstützen. Wozu es auf beiden Seiten immer wieder verantwortungsvolle Mitglieder geben muss, die diese Zusammenarbeit vorleben und letztlich weiterführen wollen. Stellvertretend für alle Musiker des Korps nannte der Präsident die Musiker der ersten Stunde namentlich, die auch heute noch im Jubiläumsjahr 2000 dabei sind: Geschäftsführer Heinz Esser, Tambour-Major Josef Hündgen und Kassierer Heinz Oversberg.

Am Schützenfestdienstag beim Königsball überreichte Bürgermeister Alois Holzner die Verdienstmedaille der Gemeinde Jüchen an den General des Holzer Schützenregimentes Johann Reinartz für langjährige und verdienstvolle Vereinsarbeit.

Beim gleichen Schützenfest wollte der Vorstand bezüglich Angebot für die Jugend etwas bieten. Daher organisierte man in Zusammenarbeit mit Radio Niederrhein einen Discoabend am Schützenfestfreitag. Radio Niederrhein, ein erfolgreiches und kompetentes Unternehmen für solche Veranstaltungen. Das Angebot fand bei der Jugend großen Zuspruch und der Besuch war dementsprechend gut. Aber was sich dann zu mitternächtlicher Stunde abspielte, konnte es eigentlich nicht sein. Schnell war man sich bei einer Nachbetrachtung einig: „So geht es nicht“.

Während des Holzer Schützenfestes 1994 wurde in mehrere Häuser im Ort eingebrochen und Wertgegenstände gestohlen, während die Wohnungseigentümer bei den Veranstaltungen im Festzelt weilten. Der Vorstand des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. setzte DM 1.000,00 Belohnung aus für Hinweise die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen. Leider blieb diese Aktion ohne Erfolg wie auch die der Kriminalpolizei.

mußte man für die Zubereitung der Erbsensuppe eine neue Küche suchen, man fand diese beim Metzgermeister Weinsheimer.

konnte der Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. auf ein 70jähriges Bestehen zurückblicken. Mit einer Feierstunde am Schützenfestsamstag im Holzer Festzelt wurde die Feier zum Jubiläum gebührend eingeleitet. Ganz unstandesgemäß eröffnete Präsident Hart­mut Schmitz die Feierstunde. Richtung Schützenkönigspaar S. M. König Erik und I. M. Königin Melanie (Eheleute Treppner) gewandt bemerkte er: „Ich hoffe, Ihr seid für die Festtage fit und gerüstet“. Hatten die beiden doch erst am Vortage geheiratet und am Abend am Königshaus einen zünftigen Polterabend nachgezogen. Ehrenbürgermeister Peter Giesen, der eine Laudatio auf den Spiel- und Bürgerverein hielt, konterte dem Präsidenten und rief dem jungen Paar zu: „Halten Sie so lange aus wie meine Frau und ich. Wir haben vor kurzem Goldene Hochzeit gefeiert.“ Dann begrüßte der Präsident zahlreich erschienene Gäste und Vereinsmitglieder wie auch Abordnungen befreundeter Vereine und bat den Ehrenbürgermei­ster Peter Giesen ans Mikrofon. Peter Giesen hielt in seiner gewohnten und geschätzten Art und Weise eine Rede mit einem lebhaften kurzen Rückblick auf die 70jährige Vereinsgeschichte, die er als Bürgermeister der Gemeinde Jüchen lange Jahre begleitet habe. Er erwähnte die sportlichen Erfolge des Spielvereins, wie auch die vielen Schützenfeste und weiteren Aktivitäten des Bürgervereins, die jeweils zu den gesellschaftlichen Höhepunkten im dörflichen Leben zählen. Sie dürfen Stolz auf das Erreichte zurückblicken sprach er und schloss seine Rede mit den Worten: „Freut Euch des Lebens“ habe er oft bei Schützenfesten in Festzelten ausgerufen oder auch mitgesungen und gefeiert, um am nächsten Tag wieder mit frischer Energie neue Aufgaben anzugehen. Gemeindedirektor Heinz Spelthahn überbrachte Grüße und Glückwünsche der Gemeindeverwaltung Jüchen und setzte sich mit einigen viel beachteten Sätzen mit der Problematik Rheinbraun auseinander. Abschließend appellierte er an die Holzer Bürger, stehen Sie weiterhin fest zusammen, denn eine starke Gemeinschaft meistert und steht eher eine schwierige Aufgabe durch, um anschließend gestärkt neue Aufgaben anzugehen. Präsident Hartmut Schmitz dankte den beiden Rednern für Ihre Beiträ­ge und Glückwünsche, um dann selbst allen Vereinsmitgliedern zu danken, die in den sieben Jahrzehnten durch ehrenamtliche Tätigkeit dazu beigetragen haben das Vermächtnis der Väter, ein gutes aktives, freundliches und kameradschaftliches Vereinsleben weiterzuführen, ermög­licht haben. Mögen sich auch in Zukunft Bürger finden, die bereit sind einen Teil ihrer Freizeit dafür einzusetzen, dass Vorhandenes im Vereinsleben weitergeführt und im Sinne der Vereinsgründer ausgebaut wird.

Die Generalversammlung im Januar 1996 beschloss, dass ab sofort die Vollmitgliedschaft für Frauen im Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. möglich ist.

Beim Schützenfest 1996 stellte sich mit Konrad Hurtz und Hermine Mucenieks zum zweiten Mal ein Kaiserpaar als Repräsentant des Holzer Schützenfestes. Der Vorstand beschloss im Vorfeld des Schützenfestes nach Möglichkeiten für die Jugend, wieder eine Veranstaltung ins Schützenfestprogramm zu nehmen. (Man war sich der Problematik bewusst, siehe Jahr 1994). Eine Lösung wurde gefunden.

Die Zubereitung der Erbsensuppe konnte ab 1996 in der Metzgerei Könen/Schiffers in Jüchen erfolgen.

Freitags startete Eu’s Sound Mobil mit einer Ballneario Fete mit Schaumpool und ein auf Mallorca-Urlaub getrimmtes Festzelt. Die Veranstaltung incl. Besuch konnte im Nachhinein als Erfolg gebucht werden.

Bei der Krönung des Klompenkönigspaares für das Schützenfest 1997 überließ der scheiden­de Klompenkönig Hans Mostert die von ihm angeschaffte Klompenkönigskette – sechs kleinere Klompen als Kettenglieder und im Mittelpunkt einen größeren Klompen – dem Spiel – und Bürgerverein 1925 Holz e.V. mit der Bitte, seine Nachfolger mögen diese Klompenkö­nigskette tragen.

Im Januar 1999 wurde der Vorschlag des Vorstandes, Anschaffung eines Schützenbaumes, das Programm für das Dorffest am Christi Himmelfahrtstag sowie die Übergabe und Über­nahme des Schützenbaumes am Wochenende nach Christi Himmelfahrt, diskutiert und entscheidungsreif für die Generalversammlung aufgearbeitet. Die Generalversammlung im Februar billigte das Konzept, Dorffest am 13. Mai 1999 (Christi Himmelfahrt), Übergabe und Übernahme des Schützenbaumes und ab 20.00 Uhr Tanzveranstaltung im Festzelt auf dem Kirmes-/Bolzplatz.

Bei dieser Generalversammlung wurde Franz Josef Herten zum 1. Kassierer gewählt. Er folgte Herbert Dederichs, der nicht mehr kandidierte.

Nach der Entscheidung „pro Schützenbaum“ galt es mit den Vorarbeiten nun schnell zu begin­nen und zügig abzuwickeln, denn die Zeit drängte. Für den Schützenbaum musste eine Baugenehmigung her. Schließlich misst er 13 m in der Höhe und ist 1,5 t schwer. Erst dann konnte mit den Fundamentarbeiten begonnen werden. 15 Wappen für die Schützenzüge plus Vereinsschild mussten gefertigt werden und letztlich benötigte alles noch einen Farbanstrich. Unter Mithilfe der Rheinbraun AG, bezüglich Material und Schwergerät für die Aufstellung, der Vereinsmitglieder für die Fundamentarbeiten, den Gesamtanstrich sowie Koordination und Entwurf für die Schilder incl. Montage, konnten diese Arbeiten termingerecht erledigt werden. Die Aufstellung allein war schon eine Attraktion. Hatten doch Rheinbraun-Mit­arbeiter im Vorfeld eine Probefahrt unternommen um zu checken, welchen Fahrweg man wählen muss, damit alle Straßenecken und Kurven genommen werden können. Die Auf­stellung mit Endmontage zog Schaulustige an, gab es doch einige Schwergeräte, ausfahrbarer Kran und Hubarbeitsbühne in Aktion zu sehen. Alles wurde pünktlich fertig. Nachdem das Dorffest am Christi Himmelfahrtstag seinen gewohnten guten Verlauf genommen hatte, konnte man am Samstag dem 15. Mai 1999 zur Übergabe und Übernahme des Schützen­baumes schreiten. Hierzu hatte sich viel Prominenz eingefunden, die vom Präsidenten begrüßt wurde. Danach bezog der Präsident Stellung, warum man jetzt den Schützenbaum wolle und nicht abwarten werde, ob das Dorf Holz umsiedeln muss oder nicht. Ein zeitgemäßes Vereinsmanagement muss seine Aktivitäten permanent überdenken und prüfen, anpassen und korrigieren, um aktuell zu sein. Dabei ist es sicherlich hilfreich, diese Präsenz auch sichtbar zu machen, z. B. durch einen Schützenbaum. Auch wollen wir diesen Schützenbaum jetzt, an dessen Vorhandensein die Rheinbraun AG ja wesentlich beteiligt ist, als ständige Erinnerung an Versprechen die seitens Rheinbraun gemacht wurden, die Bürger von Holz bei einer Umsiedlung so zu entschädigen, dass sie am neuen Standort das wieder errichten können oder vorfinden, was sie heute besitzen oder als Mieter bewohnen, dies ohne Kreditaufnahme bzw. sich dabei verschulden zu müssen. Wenn dies gelinge, wird man am neuen Standort gerne wieder diesen Schützenbaum aufstellen und sich an den heutigen Tag erinnern und auch daran, dass man Versprechen und Zusagen einhalten muss. Wenn dies nicht gelingt, habe man ein Problem miteinander und den Ehrenkodex beschädigt. Er schloss mit Worten des Dankes an alle die am Zustandekommen des Schützenbaumes beteiligt waren.

Reinhold Deindel als stellvertretender Betriebsdirektor des Tagebau Garzweiler ging zunächst auf die Beschaffenheit und konstruktiven Details des Schützenbaumes bis hin zu dessen auf­wendiger Fertigung und Aufstellung am jetzigen Standort ein. Dass Rheinbraun seine Versprechungen halte, davon sei er überzeugt. Schließlich habe Rheinbraun ja schon jetzt die aufwendige Halterung für die Aufstellung am neuen Standort mitgeliefert. Er dankte für die gute Zusammenarbeit bei der Gestaltung des Schützenbaumes und gratulierte zu diesem schönen Schützenbaum und wünschte den Holzer Bürgern alles Gute für die Zukunft.

Bürgermeister Rudi Schmitz wie auch Gemeindedirektor Heinz Spelthahn gingen in ihren Reden auf den imposanten Schützenbaum ein, beschäftigten sich dann auch mit der Umsied­lung, wobei jeder andere Aspekte setzte bzw. diese betrachtete. In der Schlußbetrachtung setz­ten beide den gleichen Schwerpunkt. In einer so entscheidenden und schweren Zeit für jeden Holzer Bürger und schließlich auch für die Gemeinschaft des Dorfes, sollten die Holzer zusammenstehen und die Probleme gemeinsam angehen und lösen. Präsident Hartmut Schmitz ging dann kurz auf das nachweisliche Datum 1249 ein, wo erstmalig von einer Ort­schaft – besser Siedlung – „Holts auch Lentholts“ berichtet wird. Dies ist nachlesbar in einem Buch „Erkelenzer Börde“ sowie in einer Dokumentation der Rheinbraun AG über das Braun- kohle-Abbaugebiet Garzweiler II.

Bevor die Tanzfläche freigegeben wurde, hatte der Präsident noch eine Überraschung in der Hinterhand, die mit dem General des Holzer Schützenregimentes abgesprochen und beschlossen war. Gemeinsam baten die beiden den Regimentskommandeur, Oberst Heinz Dederichs an den Rednerstand. Präsident Hartmut Schmitz führte dann aus: „Aufgrund der jahrzehntelangen Verdienste und ehrenamtlichen Arbeit im Verein und Schützenregiment sprechen wir hiermit die Beförderung zum Brigadegeneral aus“. Aus der Hand des Generals Johann Reinartz nahm ein sichtlich bewegter Brigadegeneral Heinz Dederichs die Urkunde entgegen. Ein orkanartiger Applaus und eine nicht enden wollende Gratulationscour bestätig­te die Richtigkeit dieser Beförderung. Mit einem Tanzabend, wozu der Vorstand eine Tanzka­pelle verpflichtete, die beim Schützenfest 1998 eine so gute Resonanz gefunden hatte, endete dieser Abend.

Im Herbst 1999 beschäftigte sich der Vorstand mit dem 75jährigen Vereinsbestehen des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V., welches im Jahre 2000 ansteht und gefeiert werden solle. Es galt abzuwägen, eigene Feierlichkeiten oder Einbindung in jährlich wiederkehrende Veranstaltungen. Man fand einen Kompromiss, damit einmal das Jubiläum entsprechend des Anlasses und der Wichtigkeit gebührend veranstaltet und gefeiert werden könne und die jährlich anstehenden Veranstaltungen auch ihren Charakter beibehalten können und dennoch die Anzahl der jährlichen Veranstaltungen sich nicht mehren, also gleich bleiben. Der Vorstand beschloss am 25. November 1999 folgendes Konzept der Regiments Versammlung im Dezember 1999 vorzulegen:

Für das Wochenende 1.-3. Juni 2000 sind folgende Veranstaltungen zusammenzufassen und im Festzelt auf dem Kirmes-/Bolzplatz durchzuführen:

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Jubiläumsfeierlichkeiten sollen als Schirmherren gewonnen werden: Bürgermeister Rudi Schmitz, General des Holzer Schützenregimentes Johann Reinartz und Rheinbraunmit­arbeiter Alois Herbst (Umsiedlungen und Liegenschaften) und Helmut Beißner (Betriebsdirektor Tagebau Garzweiler). Mit dieser Besetzung der Schirmherrschaft wolle man konsequent die Linie fortsetzen, die man mit der Aktion des Schützenbaumes begonnen hat. Frühzeitige Einbindung aller von der Umsiedlung Betroffener (symbolisch vertreten durch Johann Reinartz) sowie an deren Umsetzung Beteiligter, die die Vorgaben einer sozialver­träglichen Umsiedlung zu beachten und umzusetzen haben. Hier symbolische Vertretung für die planende Kommune Jüchen, Bürgermeister Rudi Schmitz sowie Alois Herbst und Hel­mut Beißner für das Braunkohle abbauende Unternehmen. Dieses Konzept fand die Zustim­mung der Regimentsversammlung am 6. Dezember 1999 und der Generalversammlung am 9. Januar 2000.

Eine Vorstellung der Schirmherren sowie Vorstellung und Erläuterungen zum Ablauf der Jubiläumsveranstaltungen fand am 30. Januar 2000 im Saale Jindra statt. Dort konnte Präsident Hartmut Schmitz eine stattliche Anzahl Vereinsmitgliederinnen und -mitglieder, fast alle Schützenzüge und Generalstab, dem Anlass entsprechend in Uniformen sowie die Schirm­herren Johann Reinartz, Rudi Schmitz, Helmut Beißner begrüßen. Alois Herbst hatte wegen Krankheit kurzfristig absagen müssen. Präsident Hartmut Schmitz ließ eingangs der Veranstaltung 75 Jahre Spiel- und Bürgerverein Revue passieren und stellte dann das Jubiläumsprogramm vor, wobei er den Anwesenden eine besondere Attraktion ankündigte. Für den Jubiläumsball habe man eine Tanz- und Showband der absoluten Spitzenklasse verpflichtet. WE TOGETHER mit sechs Musikern plus Sängerin werden nicht nur zum Tanz aufspielen, sondern auch mit einer Showeinlage begeistern. Weitere Bonbons sind sicherlich der freie Eintritt zu den Veranstaltungen und das Versprechen des Präsidenten, dass der offi­zielle Jubiläumsteil sowie die Krönungsfeierlichkeiten um 20.00 Uhr abgeschlossen sind und dann die Tanzfläche freigegeben wird und die Sprachmikrofone abgeschaltet werden.

Das Dorffest am Christi Himmelfahrtstag, 1. Juni 2000, fand bei strahlendem Sonnenschein, gutem Besuch und gut vorbereiteten Aktivitäten statt. Viele hilfreiche Hände von Vereinsmitgliederinnen und -mitgliedern, sowie spendenfreudige Holzer Bürger ermöglichten ein solches mit vielen Angeboten gespicktes Dorffest, welches auch Besucher aus den Nachbar­ortschaften anzog.

Das Regimentsschießen am Freitag, 2. Juni 2000 ab 19.30 Uhr im Festzelt fand regen Zuspruch und bescherte an den Schießständen eine rekordverdächtige Beteiligung. Im Mannschaftswettbewerb stellten die Schwarzen Husaren den 1. Sieger. Im Einzelwettbewerb konnte Franz Josef Herten sich im Stechen durchsetzen und belegte den 1. Platz. Bei den Frauen belegte Svenja Gatzen zum wiederholten Mal den 1. Platz.

Am Samstag, 3. Juni 2000 um 16.30 Uhr formierte sich das Schützenregiment mit Tambour- Korps Hochneukirch und der Jägerkapelle Hochneukirch zum Festzug. Brigadegeneral Heinz Dederichs übernahm das Kommando, ließ abmarschieren, holte Präsident mit Schirmherren, Ehrengästen, Fahnengruppe mit Vereinsfahne und die Schützen- und Klompenmajestäten an ihren Residenzen ab, um dann am Kriegerdenkmal der Toten, Gefallenen und Vermissten Holzer Bürger zu gedenken. Die Musiker spielten einen Choral, Frau Pastorin Haubrich- Schmitz sprach besinnliche und zum Nachdenken anregende Worte, wobei sie die Themen Sinn des Lebens, die verheerenden Folgen der Kriege, das in vielen Ländern der Erde herrschende Elend einschließlich der Hungersnöte ansprach. Pfarrer Jeandree sprach anschließend Gebete für die verstorbenen und lebenden Holzer Bürger und deren Gäste.

Präsident Hartmut Schmitz legte am Ehrenmal zum Gedenken an die Toten im Auftrage der Mitgliederinnen und Mitglieder des Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V. einen Kranz nie­der und bat um eine Weile des stillen Gedenkens an die Toten des Dorfes Holz. Nach der Toten- und Gefallenenehrung setzte das Schützenregiment seinen Umzug durch das Dorf fort, wobei der Marschweg so gewählt dass sich der Festzug im Festzelt angekommen, auflöste. Nach einer kurzen Verschnaufpause spielten die Musiker des Tambour-Korps Hochneukirch und der Jägerkapelle Hochneukirch einige Musikstücke, bevor Präsident Hartmut Schmitz die Jubiläumsfeier eröffnete. Der Präsident berichtete sogleich aus der 75jährigen Vereinsge­schichte, benutzte einige in der Vergangenheit gut gelungene Aktionen als Begründung dazu, warum man für dieses Jubiläum gleich vier Schirmherren benannt habe. In der Begründung tauchte immer wieder das Wort „gemeinsam“ auf.

In diesem Zusammenhang sprach er die gemeinsamen Aktionen der Jahre 1975 – hier zum 50jährigen Bestehen des Spiel – und Bürgerverein 1925 Holz e.V. – die Doppelschirmherrschaft aus Rat und Verwaltungschef der Gemeinde Jüchen, mit Peter Giesen und Hans Diek­mann, 1985 die gemeinsame Veranstaltung, Treffen aller Bruderschaften, Bürger-, Schützen-, Heimat- und Dorfvereine in Holz anlässlich 10 Jahre Großgemeinde Jüchen, die er als Folge der guten gemeinsamen Zusammenarbeit sah, an. Dies sei sicherlich nur ein Grund. Ein wei­terer sei die eventuell nötig werdende gemeinsame Umsiedlung des Dorfes Holz, bedingt durch den Braunkohletagebau.

 

Wie dieser in Verbindung zu der Schirmherrschaft bestehend aus vier Personen gebracht wird, können die Beweggründe im Abschnitt Herbst 1999 und 30. Januar 2000 nachgelesen werden. An dieser Stelle begrüßte Präsident Hartmut Schmitz Peter Giesen, dankte für dessen Erscheinen zur heutigen Jubiläumsfeier und für die nun 25 Jahre währende enge Verbunden­heit mit dem Dorf Holz und dem Spiel- und Bürgerverein 1925 Holz e.V.. Danach begrüßte er die Schirmherren Johann Reinartz, Rudi Schmitz, Alois Herbst und Helmut Beißner und die zahlreich erschienen Gäste, Altbürgermeister Alois Holzner, Ratsherren, Abordnungen befreundeter Vereine mit ihren Vorsitzenden, Präsidenten, Schützen- und Klompenkönigspaare, Vertreter politischer Parteien und der Geldinstitute, sowie die zahlreich erschienenen ehe­maligen Holzer Schützenkönigspaare. Danach setze er sich mit markanten Daten und Aktio­nen der nun 75jährigen Vereinsgeschichte auseinander, um dann Rudi Schmitz, Alois Herbst und Helmut Beißner zu bitten, ihre Grußworte an den Jubilar und an die Gäste zu sprechen. Alle drei Herren überbrachten Grüße und Glückwünsche, betrachteten jeweils aus ihrem Interessen- und Gesichtsfeld die nötigen gemeinsamen Aktionen für die Umsiedlung des Dor­fes Holz und sagten dafür jeweils ihre Unterstützung zu. Alois Herbst und Helmut Beißner überreichten einen Gutschein für zwei Sitzbänke, einen Papierkorb und einen Blumenkübel mit der Bitte, im alten Dorf dafür einen geeigneten Platz für die Aufstellung zu suchen und bei den Planungen für das neue Dorf einen geeigneten Platz gleich mit zu planen. Präsident Hartmut Schmitz bedankte sich für dieses praktische Geschenk und merkte hierzu gleich an, ein weiteres optisches Symbol zum bereits vorhandenen Schützenbaum, die Bereit­schaft für die gemeinsame und für die Holzer Bürger erträgliche Umsiedelung zu planen und zu realisieren.

 

Mit einer Gratulationscour, wobei Vertreter der befreundeten Vereine, Organisationen und Institute Glückwünsche und Geschenke überreichten, endete der offizielle Teil der Jubiläums­feier. Präsident Hartmut Schmitz und Fahnenträger Konrad Hurtz freuten sich über das Geschenk des Deutschen Roten Kreuz – Ortsverband Hochneukirch, überreicht durch den Vor­sitzenden Heinz Esser, in der Gestalt eines Fahnenschildes, welches nun der im Jahre 1926 angeschafften Vereinsfahne weitere Attraktivität und Wert verleiht.

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